Burnout und mentale Fitness
Wie kann es sein, dass manche Menschen trotz enormer Belastung in Beruf- und/oder Privatleben unbeeindruckt und leistungsstark bleiben und "durchziehen", während andere schon bei viel geringeren Belastungen in die Burnout-Spirale geraten?

Sind die einen besonders "hart" und widerstandsfähig, während die anderen schlicht "Weicheier" sind? Oder hat es vielleicht mit einer angeborenen Disposition zu tun? Werden Menschen mit unterschiedlicher Stress-Toleranz in den täglichen Wettbewerb geschickt? Oder geht es vielmehr darum, sich "zusammen zu reißen" und durchzuhalten?

Mentale Fitness
Im Zusammenhang mit Burnout und Stress stößt man immer wieder auch auf die Begriffe "Mentale Stärke", "Mentale Fitness" oder ähnliches. So verkrafte z.B. dieser und jener Sportler den Wettkampfstress besser und sei deshalb erfolgreicher, weil er "mental stärker" sei als seine Konkurrenten. Während die Letzteren im entscheidenden Augenblick das "Nervenflattern" bekommen, wird Ersterer gerade dann immer ruhiger, wenn es drauf ankommt. So wird er oder sie Weltmeister, während die anderen lediglich "Trainingsweltmeister" bleiben.

Was aber ist diese "mentale Stärke", was hat das mit Stress und Burnout zu tun und vor allem - wie bekommt man sie?

Mentales Training
Wie der Begriff nahelegt, scheint es möglich zu sein, sich mentale Stärke anzueignen. Man kann sich also "mentale Fitness" antrainieren?

Geht es bei solch einem Training also darum, intelligenter zu werden, um Problemstellungen besser durchschauen und so gelassener bleiben zu können? Quasi ein "Intelligenz-Training" wie Dr. Kawashimas Gehirnjogging? NEIN! Aber werden durch ein solches Training die intellektuellen Fähigkeiten gesteigert? JA!

Handelt es sich also eher um eine Art "Gedächtnistraining" - Memory für Fortgeschrittene? NEIN! Aber wird duch ein solches Training die Merkfähigkeit erhöht? JA!

Oder trainiert man schlicht seine kommunikativen und rhetorischen Fähigkeiten? NEIN! Aber gelingt es einem mit diesem "Wunder"-Training, andere besser und leichter zu erreichen? JA!

Geht es denn dann - der Verweis auf die Spitzensportler legt es ja nahe - um körperliches Training? Oder um Führungstraining? NEIN! Aber steigert man mit diesem "Zauber"-Training dennoch seine körperliche Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden? Und erleichtert es einem das Führen von Menschen? JA!

Dann kann es sich ja wohl nur noch um eines handeln: Das uralte und zweifelhafte "positive Denken". Dale Carngie ist schon mehr als 50 Jahre tot und sein Buch "Sorge Dich nicht, lebe" ist in der Erstausgabe vermutlich in Antiquariaten zu finden. NEIN! Aber verändert sich die Wahrnehmung des Trainierenden dennoch hin zum Konstruktiven und Tatkräftigen? JA!

Wenn Sie jetzt endlich wissen wollen, was es mit "mentalem Training" und der daraus resultierenden "mentalen Fitness" wirklich auf sich hat, dann lesen Sie nächste Woche den zweiten Teil dieser kleinen Serie!