Das Herz - viel mehr als nur ein Muskel

Unser Herz ist weit mehr als nur ein Muskel, der Blut durch unsere Adern pumpt. Schon verschiedene Redewendungen unserer Umgangssprache deuten hierauf hin: Sich etwas „zu Herzen nehmen", „herzhaft" lachen, an einem „gerbochenen Herzen" leiden, „von Herzen" schenken und andere mehr.

Unser Herz verfügt über ein halbautonomes Netzwerk bestehend aus zigtausenden von Neuronen, das gleichsam das „kleine Gehirn" des Herzens darstellt. Dieses „lokale" Gehrin kann selbständig Dinge wahrnehmen und entsprechend auf diese Wahrnehmungen reagieren, ja sich sogar – aufgrund entsprechender Erfahrungen – verändern!

Darüber hinaus ist das Herz eine kleine Hormonfabrik, die beispielsweise Adrenalin, Noradrenalin oder Oxytocin absondert. Alle diese Hormone wirken unmittelbar auf unser Gehirn.

Schließlich lässt das Herz unseren gesamten Organismus an den Veränderungen in seinem elektromagnetischen Umfeld teilhaben. Ein Magnetfeld, das noch Meter vom Körper entfernt nachgewiesen werden kann.

Es beeinflusst also nicht etwa nur unser Gehirn das Herz, sondern umgekehrt unser Herz in vielfacher Weise sowohl unser Gehrin als auch den übrigen Organismus.

Die zitierten Formulierungen sind also weit mehr als bloße Redewendugen. Unser Herz nimmt tatsächlich Dinge – autonom – wahr und reagiert auf diese, was in der Folge den restlichen Organismus entscheidend beeinflusst.