Stress und gerade Dauerstress sind für jeden Betroffenen individuell große Herausforderungen und Bedrohungen für seine Gesundheit und sein physisches und mentales Wohlbefinden.

Dass dies auch gesamtbetriebliche Auswirkungen in Form von Konflikten, Arbeitsausfällen (samt Folgekosten) und Mobbing hat wurde im Rahmen der Podiumsdiskussion des VKM e.V. deutlich.

Stress
Durch die Zunahme der Workload infolge von Rationalisierung und Stellenabbau steigt für die verbliebenen Arbeitnehmer nicht nur die faktische Arbeitsbelastung, sondern insbesondere die Gefahr, sich überfordert und alleingelassen zu fühlen und damit das Risiko, in die Burnout-Falle zu tappen.

Mobbing
Menschen, die zusätzliche Last von außen aufgeladen bekommen und sich zugleich - zu Recht oder nicht - allein gelassen fühlen, weil sie jetzt z.B. "die Deppen sind, die die Arbeit der anderen mit erledigen müssen, ohne dafür besser entlohnt zu werden", tendieren dazu, den inneren Druck unbewusst über Aktionen gegen ihr Umfeld abzubauen.

Manch hoch gestresster Mitarbeiter durchläuft vor der Phase der Resignation und inneren Kündigung eine solche der Aggression. Diese richtet sich in einem Betrieb natürlicher Weise häufig gegen die Kollegen und Kolleginnen.
Was dem einen zum lediglich kurzfristigen und nicht grundlegenden Abbau von Stress dient, erzeugt natürlich bei den von den Aggressionen getroffenen Kollegen für neuen Stress.

Die Mobbing-Stress-Mobbing-Spirale ist in Gang gesetzt.

Konflikte
Dass sich derartige Konflikte ohne gekonntes Konflikmanagement sehr schnell aufschaukeln und zu einem regelrechten Flächenbrand im Sinne von Demotivation, Leistungseinbruch und Rückgang der Rendite führen können, wurde deutlich.

Prävention
Es ist also nicht nur menschlich geboten und individuell höchst sinnvoll, sich individuell gegen Burnout und Stress zu wappnen, sondern auch unternehmerisch vorausschauend, den Gefahren von Mobbing, Demotivation und innerer Kündigung durch präventive Maßnahmen gegen Stress und Burnout zu begegnen.