Selbstverantwortlichkeit

Wenn man in der Haltung der Achtsamkeit abends den Tag nochmals Revue passieren lässt, kann man besser untersuchen, wie nachsichtig oder streng man mit sich selbst umgeht: „War ja klar, dass ich das wieder vergeige“, „Typisch, sowas passiert immer nur mir“, „Das hätte ich viel besser machen müssen“ u.ä.

Durch das ruhige Erforschen fällt einem vielleicht auch ein, woher das ein oder andere strenge Urteil ursprünglich herrührt. Denn sehr oft verinnerlichen wir Aussagen aus früheren Beziehungserfahrungen so sehr, dass sie uns als „Wahrheiten“ erscheinen. In der Achtsamkeit können Sie auch diesen unbewussten Prozess genau beobachten und auch hier eine kleine Pause, einen kleinen Abstand einbauen, zwischen Ihrem Verhalten und dem automatisierten Verurteilen.

So kann Freiraum entstehen für eine freundlichere Haltung sich selbst gegenüber.

Wie kann ich als Führungskraft in meinem Bereich Burnout vorbeugen?

Präsent sein (da sein, erreichbar sein, aktiv auf Mitarbeitende zugehen...)

Vertrauensvolle Beziehung zu Mitarbeitenden aufbauen und aufrechterhalten (Mitarbeitenden-Gespräche, Teamprozesse unterstützen)

Anforderungen an Bewältigungsmöglichkeiten anpassen (quantitativ und qualitativ)

Entwicklung ermöglichen (Weiterbildung, Herausforderungen, Perspektiven...)

Arbeitsorganisation so einfach wie möglich gestalten (KISS – keep it short and simple)

Erholung ernst nehmen (Pausen, Überstunden, Zeitausgleich, Urlaub...)

Handlungsspielraum ermöglichen (das „Was" vorgeben, das „Wie" entscheiden lassen...)

Transparent informieren und kommunizieren

Anerkennung und Wertschätzung (der Person, der Leistungsbereitschaft...)

Fairness einhalten