Mentales Training
Spitzensportler sprechen sehr oft davon, dass sie ihre Wettkämpfe "im Kopf" gewinnen - oder eben verlieren. Alle diese Sportler trainieren ihre jeweilige Sportart heutzutage nach ausgeklügelten und wissenschaftlich fundierten Trainingsmethoden. Alle benutzen die "erlaubten" Methoden der Leistungssteigerung im Bereich der Physis. Und alle sind selbstverständlich im Besitz der neuesten und besten Sportgeräte - vom Rennrad bis zum Tennisschläger.  Den wahren Unterschied macht also "nur " der Kopf!

Mentales Training befähigt dazu, genau die Fähigkeiten abrufen, die in der fraglichen Situation benötigt werden und zwar in genau dem Moment, in dem es darauf ankommt. Mit anderen Worten kann der mental trainierte Mensch alle seine Stärken, Potentiale und Kompetenzen "nach Wunsch" abrufen und einsetzen - jederzeit und gerade auch dann, wenn es "stressig" wird!

Mentale Fitness
Man kann von sich selbst mit Fug und Recht behaupten, mental fit zu sein, wenn
1. man sich jederzeit neben sich, seine Gefühle und seine Gedanken stellen kann
2. man von einem negativen auf einen positiven Gedanken "umschalten" kann, ohne  zu verdrängen
3. man Gedanken und Bilder erzeugen kann, die sofort positive Gefühle in einem auslösen
4. man all dies auch unter Stress beherrscht.

Siegertypen
Ein Spitzensportler, der mental fit ist, kann also in jeder Phase des Wettkampfes alle seine Fertigkeiten souverän abrufen. Und während andere etwa von (Selbst-) Zweifeln überfallen oder von der berühmten "Angst vor dem Sieg" heimgesucht werden, bleibt der mental trainierte Sportler kontinuierlich im Modus der "Selbststeuerung" und kann so den Sieg gelassen nach Hause tragen!

Selbstverständlich kann jedermann von mentalem Training profitieren und so zum "Siegertypen" in seinem Alltag werden: In der Kommunikation mit anderen, beim Einsatz von Merkfähigkeit oder Schlagfertigkeit, durch Gelassenheit in angespannten Situationen und bei der Bewältigung (auch extrem) herausfordernder Schwierigkeiten.

Falls Sie jetzt denken, "das möchte ich auch", lesen Sie nächste Woche einfach weiter!

Burnout und mentale Fitness
Wie kann es sein, dass manche Menschen trotz enormer Belastung in Beruf- und/oder Privatleben unbeeindruckt und leistungsstark bleiben und "durchziehen", während andere schon bei viel geringeren Belastungen in die Burnout-Spirale geraten?

Sind die einen besonders "hart" und widerstandsfähig, während die anderen schlicht "Weicheier" sind? Oder hat es vielleicht mit einer angeborenen Disposition zu tun? Werden Menschen mit unterschiedlicher Stress-Toleranz in den täglichen Wettbewerb geschickt? Oder geht es vielmehr darum, sich "zusammen zu reißen" und durchzuhalten?

Mentale Fitness
Im Zusammenhang mit Burnout und Stress stößt man immer wieder auch auf die Begriffe "Mentale Stärke", "Mentale Fitness" oder ähnliches. So verkrafte z.B. dieser und jener Sportler den Wettkampfstress besser und sei deshalb erfolgreicher, weil er "mental stärker" sei als seine Konkurrenten. Während die Letzteren im entscheidenden Augenblick das "Nervenflattern" bekommen, wird Ersterer gerade dann immer ruhiger, wenn es drauf ankommt. So wird er oder sie Weltmeister, während die anderen lediglich "Trainingsweltmeister" bleiben.

Was aber ist diese "mentale Stärke", was hat das mit Stress und Burnout zu tun und vor allem - wie bekommt man sie?

Mentales Training
Wie der Begriff nahelegt, scheint es möglich zu sein, sich mentale Stärke anzueignen. Man kann sich also "mentale Fitness" antrainieren?

Geht es bei solch einem Training also darum, intelligenter zu werden, um Problemstellungen besser durchschauen und so gelassener bleiben zu können? Quasi ein "Intelligenz-Training" wie Dr. Kawashimas Gehirnjogging? NEIN! Aber werden durch ein solches Training die intellektuellen Fähigkeiten gesteigert? JA!

Handelt es sich also eher um eine Art "Gedächtnistraining" - Memory für Fortgeschrittene? NEIN! Aber wird duch ein solches Training die Merkfähigkeit erhöht? JA!

Oder trainiert man schlicht seine kommunikativen und rhetorischen Fähigkeiten? NEIN! Aber gelingt es einem mit diesem "Wunder"-Training, andere besser und leichter zu erreichen? JA!

Geht es denn dann - der Verweis auf die Spitzensportler legt es ja nahe - um körperliches Training? Oder um Führungstraining? NEIN! Aber steigert man mit diesem "Zauber"-Training dennoch seine körperliche Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden? Und erleichtert es einem das Führen von Menschen? JA!

Dann kann es sich ja wohl nur noch um eines handeln: Das uralte und zweifelhafte "positive Denken". Dale Carngie ist schon mehr als 50 Jahre tot und sein Buch "Sorge Dich nicht, lebe" ist in der Erstausgabe vermutlich in Antiquariaten zu finden. NEIN! Aber verändert sich die Wahrnehmung des Trainierenden dennoch hin zum Konstruktiven und Tatkräftigen? JA!

Wenn Sie jetzt endlich wissen wollen, was es mit "mentalem Training" und der daraus resultierenden "mentalen Fitness" wirklich auf sich hat, dann lesen Sie nächste Woche den zweiten Teil dieser kleinen Serie!

Unternehmen streben stets nach mehr Gewinn und damit nach mehr Rendite und mehr Effizienz.

Dabei übersehen sie interessanter Weise immer wieder die mit Abstand größte Steigerungsmöglichkeit für Gewinn, Rendite und Zufriedenheit von Kunden ebenso wie von Mitarbeitern: „Entspannung"!

Würden mehr Firmen und Angestellte von Leistungssportlern lernen, würden auch sie längst den überragenden Wert von Entspannungstechniken für ihren Alltag erkannt haben.

Mit deren Hilfe steigert man nicht nur seine Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit und Kreativität, sondern wappnet sich auch nachhaltig gegen Stress und Burnout. Und auch der Umgang mit Kunden wird wieder zu einem echten Austausch, der den Kunden langfristig an das Unternehmen bindet.

Entspannung so verstanden, hat nichts mit Räucherstäbchen oder einem 2-wöchigen Aufenthalt pro Jahr in einem möglichst weit entfernten Ashram zu tun. Entspannung richtig eingesetzt bedeutet, sich im Alltag in die Lage zu versetzen, jederzeit die volle  Leistung abrufen und die jeweilige Situation umfassend wahrnehmen zu können und damit größtmögliche Effektivität zu erreichen.

Die optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen wird so zum angenehmen Nebenprodukt einer intelligenten Lebensführung: Je nach Situation und eigener Befindlichkeit wird der Angestellte nämlich einfach einmal schneller und intensiver arbeiten und einmal „langsamer gehen" – ganz so, wie es für den jeweiligen Augenblick richtig und erfolgsversprechend ist!